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SPD-Stadtratsfraktion bezieht Stellung: Pro Verkauf Güterhalle an das Fotostudio Wink

Die Frage eines möglichen Verkaufs der alten Güterhalle am Bad Emser Hauptbahnhof stand in den vergangenen Wochen mehrfach auf der Tagesordnung der städtischen Gremien. Die Rhein-Lahn-Zeitung hat umfassend über die potentiellen Investoren und über deren Konzepte berichtet. Und bei Facebook wurde leidenschaftlich über die Frage „Fotostudio“ oder „Einkaufsmöglichkeit“ diskutiert. Wir als SPD-Stadtratsfraktion haben frühzeitig klargestellt, dass uns an einer sachlichen Lösung gelegen ist. Einzel-  bzw. Parteiinteressen dürfen keine Rolle spielen. Das Gebäude soll schlicht und einfach an den Investor gehen, der das beste Konzept auf den Tisch legt.

 

Zunächst möchten wir festhalten, dass wir uns schon lange mit der Schaffung einer Einkaufsmöglichkeit für den Spieß beschäftigt haben. Im Stadtrat haben sich gleich mehrere Projektentwickler vorgestellt, die auf dem Spieß, hinter dem Bahnhof, einen Vollsortimenter (also vergleichbar: REWE oder Edeka) mit angeschlossenen Fachmärkten etablieren wollten. Alle Interessenten sind aber nach und nach wieder abgesprungen, da offenbar keiner der in Frage kommenden Vollsortimenter einen entsprechenden Bedarf für ein Einkaufscenter auf dem Spieß gesehen hat. Zum Glück, muss man im Nachhinein sagen. Denn im zwischenzeitlich von der CIMA erstellten Einzelhandelskonzept wurde der Stadt klipp und klar und unmissverständlich nahegelegt, auf entsprechende Planungen zu verzichten, da ein Vollsortimenter auf dem Spieß gravierende negative Auswirkungen auf den REWE-Markt auf der Wipsch und auf die gesamte Römerstraße hätte.

 

Wenn also schon kein Vollsortimenter, bliebe ja immer noch die „kleine Lösung“, nämlich die Einrichtung eines Discounters denkbar (vergleichbar: Penny, Aldi, Lidl). Aber auch dafür ließ sich in all den Jahren kein Interessent finden. Dass nun urplötzlich aus dem Nichts ein Investor erscheint, der behauptet, er schaffe eine Einkaufsmöglichkeit im Sinne eines Lebensmitteldiscounters in der alten Güterhalle, wie uns ein Antrag der CDU nun suggerieren möchte, erscheint uns nicht glaubhaft. Wir befürchten, dass nach einem möglichen Verkauf der Güterhalle an den von der CDU favorisierten Investor erst mal gar nichts passieren wird. Die dringend sanierungsbedürftige Halle wird weiter verfallen. Eine Einkaufsmöglichkeit wird nicht geschaffen. Dies kann nicht im Sinne einer positiven Stadtentwicklung auf dem Spieß sein.

 

Das Konzept der Fa. Wink dagegen hat uns überzeugt. Das international tätige Bad Emser Fotostudio Wink sucht seit Jahren eine geeignete Immobilie, die entsprechende Räumlichkeiten zur Expansion bietet. Die Präsentation des Vorhabens im Stadtrat war hervorragend. Ein Verkauf der Güterhalle an das Fotostudio Wink hätte gleich zwei Vorteile: Zum einen würde die historische Halle nicht nur erhalten bleiben, sondern umfassend saniert und „aufgehübscht“ werden. Zum anderen könnte ein erfolgreiches Bad Emser Unternehmen in der Stadt gehalten und Arbeitsplätze gesichert werden.

In Wahlprogrammen und politischen Diskussionen wird immer wieder die Wichtigkeit der „Förderung des Mittelstands“ betont. Hier bietet sich dem Stadtrat eine praktische, umsetzbare und sinnvolle Möglichkeit, tatsächlich einen Bad Emser Gewerbetreibenden zu fördern.

 

Die SPD-Fraktion wird daher im Stadtrat für einen Verkauf der Güterhalle an das Fotostudio Wink stimmen.

 

Diese Entscheidung heißt jedoch nicht, dass uns nicht an einer Verbesserung der Versorgungsmöglichkeiten auf dem Spieß gelegen ist, im Gegenteil. Wichtig sind aber konkrete und umsetzbare Maßnahmen, statt ein Produzieren von „heißer Luft“.    

Den Menschen auf dem Spieß hilft es nicht, wenn kurzfristige Strohfeuer entzündet und Hoffnungen geweckt werden, die dann enttäuscht werden. Uns ist daran gelegen, insbesondere eine Versorgung von Menschen, die nicht mehr mobil sind zu verbessern. Wir können uns vorstellen, zusammen mit der Landesregierung ein Konzept eines „Stadtteilladens“ für den Spieß zu entwickeln, der nicht nur einfach Waren des täglichen Gebrauchs anbietet, sondern auch Waren z.B. direkt an nicht mehr mobile Kunden liefert und dauerhaft lebensfähig ist.



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