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Was wird aus der Stadtbücherei?

Die SPD-Mitglieder des Bauausschusses im Gespräch mit der Leiterin der BüchereiWie bekannt, führen die beiden Verbandsgemeinden Bad Ems und Nassau derzeit Gespräche über die Gründung einer neuen Verbandsgemeinde "Bad Ems - Nassau". Im Zuge dieser 2019 geplanten Fusion ist als Verwaltungssitz Bad Ems vorgesehen. Positiv ist, dass dadurch zusätzliche Arbeitsplätze in Bad Ems entstehen. Das bedeutet aber auch, dass im Rathaus in der Bleichstraße ab 2019 deutlich mehr Beschäftigte unterzubringen sind als bisher. Die Verbandsgemeindeverwaltung, so viel scheint klar, braucht künftig aus Platzgründen auch den Raum, in dem derzeit die Stadtbücherei ihren Sitz hat. Deshalb hat die Verbandsgemeinde Bad Ems die von der Stadt Bad Ems angemieteten Räumlichkeiten der Stadtbücherei zum Ende des Jahres 2018 gekündigt.

Das bedeutet: Die Stadt braucht ab 2019 eine neue Unterbringungsmöglichkeit für ihre Stadtbücherei. Als neuer Standort ins Auge gefasst wird hier das Alte Rathaus in der Römerstraße. Dieses steht im Eigentum der Stadt Bad Ems und bietet grundsätzlich ausreichend Platz, um auch die Bücherei aufzunehmen. Bevor die Bücherei aber umziehen kann, sind erst einmal umfangreiche Planungen und dann auch Umbaumaßnahmen durchzuführen.

In der Presse wurde bereits ausführlich über das Thema berichtet. Auch in den sozialen Medien gab es umfangreiche Diskussionen und Spekulationen hierzu. Fakt ist: Eine Schließung der Bücherei stand und steht nicht zur Debatte. Auch wenn das (aus welchen Motiven auch immer) von manchen so suggeriert wurde.

Die Bauausschussmitglieder der SPD haben sich nun vor Ort in der Bad Emser Stadtbücherei umgesehen. Neben der Besichtigung der aktuellen Räumlichkeiten stand eine Diskussion mit Büchereileiterin Lydia Lehmann auf dem Programm. Die Bauausschussmitglieder Peter Meuer, Silke Hausen, Hannelore Ackermann, Markus Bodo Wieseler und Wilhelm Augst haben sich dabei intensiv mit den Wünschen von Frau Lehmann auseinandergesetzt.

"Wir haben dabei deutlich gemacht, dass es der SPD darum geht, die Stadtbücherei in jedem Fall zu erhalten, auch wenn das mit einem Umzug verbunden ist", so Ausschussmitglied Wilhelm Augst. "Dabei werden wir", so Augst weiter, "darauf zu achten haben, dass keine überzogenen Forderungen gestellt werden, mit denen andere eventuell dann doch auf die Idee gebracht werden, die Bücherei zu schließen". Gegen eine Schließung der Stadtbücherei werden sich die Sozialdemokraten mit allen Mitteln stemmen, so Augst.

Die Bücherei der Stadt Bad Ems, so sind sich die Bauausschussmitglieder der SPD einig, erbringt neben dem klassischen reinen Ausleihen von Büchern noch wichtige, zusätzliche Leistungen, die es zu erhalten gilt. Dazu gehören die Besuche mit Vorlesen für die Kindertagesstätten, eine Vorlesestunde für die Grundschüler jeden Dienstag, die Organisation von Lernhilfen für “leseschwache” Grundschüler durch größere Schüler (finanziert durch den Förderverein) und auch die immer beliebter werdende Online-Ausleihe. Außerdem bietet die Stadtbücherei die Lesemöglichkeit für diverse Zeitungen (unter anderem die Rhein-Lahn-Zeitung) und Zeitschriften an.

Die SPD-Bauausschussmitglieder stellten nach ihrem Besuch fest, dass für all diese Aktivitäten schon jetzt der Platz eigentlich nicht ausreichend ist. "Es ist einfach überall eng", bemerkt Ausschussmitglied Peter Meuer.

Nach Meinung der SPD ist es nun an angebracht, für das Alte Rathaus schnellstmöglich ein zukunftsweisendes Raumkonzept zu erstellen, bei dem die Integration der Stadtbücherei bei gleichzeitigem Erhalt des Jugendzentrums eine Schlüsselrolle einnimmt. Umfassende Fördermöglichkeiten sollten dabei ausgelotet werden.

Die Sozialdemokraten sehen in einer Bündelung der städtischen Einrichtungen an einem Ort wie dem Alten Rathaus bei allen Unwägbarkeiten und finanziellen Belastungen langfristig auch eine Chance. Frank Ackermann merkte an, dass hier in einigen Jahren ein echter Treffpunkt entstehen könnte, der Jung und Alt zusammenbringt. Das Motto müsse daher sein: "Nicht jammern, sondern anpacken" so Frank Ackermann abschließend. 



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